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London, April 28, 2015

Die voestalpine Stahl GmbH setzt Roboter von Primetals Technologies im Konverterstahlwerk ein

  • Robotersysteme übernehmen Sondenmanipulation an drei Konvertern
  • Erhöht Sublanzenverfügbarkeit und verbessert Arbeitssicherheit
  • Messsonden-Wechselgebinde erleichtert Sondenhandhabung

 

Der österreichische Stahlerzeuger voestalpine Stahl GmbH hat bei Primetals Technologies drei Robotersysteme bestellt. Eingesetzt werden sie zur Sondenmanipulation an den drei LD(BOF)- Konvertern im Werk in Linz. Bisher manuell ausgeführte Arbeiten erledigen die Roboter zukünftig automatisch, ein Aufenthalt im Gefahrenbereich ist nicht mehr erforderlich. Die Robotersysteme sind mit einem als Wechselgebinde ausgeführten Messsonden-Magazin ausgestattet. Dies erleichtert die Handhabung der Sonden und erhöht die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Darüber hinaus übernehmen die Roboter Aufgaben wie das Reinigen des Kontaktstabs und die Überwachung des Probenhalters inklusive Bewegungskorrektur. Dies senkt den Wartungsbedarf. Die Systeme sollen ab Mitte 2015 in einem Abstand von je drei Monaten in Betrieb gehen. Im Werk Linz werden bereits mehrere Roboter von Primetals Technologies auf der Gießbühne der Stranggießanlagen eingesetzt.

 

Die voestalpine Stahl GmbH ist einer der führenden Stahlerzeuger in Europa. Am Standort Linz sind drei 180-Tonnen-Konverter in Betrieb, momentan erfolgen hier über 30 Schmelzen pro Konverter und Tag. Die Konverter sind seit 25 Jahren mit Sublanzen von Primetals Technologies ausgerüstet. Der Sondenmanipulator hat jedoch das Ende der Lebensdauer erreicht. Daher werden die bestehenden Manipulatoren mit neuen, jeweils aus einem Roboter inklusive Sondenmagazin bestehenden HandlingSystem ausgestattet. Zum Lieferumfang von Primetals Technologies gehören drei Robotersysteme, die zugehörigen Wechselgebinde-Magazine mit je Konverter dreimal 63 Sonden, Sondenpuffer, SublanzenZentriervorrichtungen, Wartungsbühne und die Messsystemüberwachung LanceGuard. Primetals Technologies ist auch für die Installation der neuen Systeme verantwortlich und integriert sie in die vorhandene Automatisierung.

 

Da der Roboter die Sonden direkt aus dem Wechselgebinde entnimmt, kann die Lösung auch unter räumlich engen Verhältnissen eingesetzt werden. Der Roboter erkennt die verschiedenen Sonden mithilfe eines Kamerasystems. Auch ist er in der Lage, Sonden die vom Messsystem als fehlerhaft identifiziert wurden vor Messbeginn auszusortieren, sowie Sonden mit Funktionsstörungen während des Messvorgangs für eine spätere Analyse zurückzulegen.

 

Um hohe Messgenauigkeit sicherzustellen, wird die gesamte Messkette aus Sonde, Kontaktstab, Verkabelung und Auswerteeinheit mit dem LanceGuard zyklisch automatisch getestet und verifiziert. Weitere Funktionen des Robotersystems sind der Einsatz von Versuchssonden und die Entsorgung der Sonden nach der Messung. Vorteile bieten auch das automatische Prüfen und Reinigen des Kontaktstabes; die Vermessung des Probenhalters und die automatische Bewegungskorrektur: am Kontaktsystem werden die auftretenden Kräfte reduziert. Dies erhöht dessen Standzeit und senkt den Wartungsbedarf. Der Umbau und die Inbetriebnahme der drei Anlagen erfolgt gestaffelt während der Konverterzustellung in einem Zeitraum von jeweils fünf Tagen. Um die geforderte Anlagenverfügbarkeit und Produktivität so schnell wie möglich zu erreichen, wird im Vorfeld die gesamte Anlage im Labor aufgebaut, intensiv erprobt und sämtliche Funktionsabläufe getestet.

Robotersysteme von Primetals Technologies werden zukünftig zur Sondenmanipulation an den drei LD(BOF)-Konvertern der voestalpine Stahl Europe im Werk in Linz, Österreich, eingesetzt.

 

 

Primetals Technologies, Limited mit Sitz in London (Großbritannien) ist ein weltweit führender Partner für Engineering, Anlagenbau und Lifecycle-Services in der Metallindustrie. Das komplette Technologie-, Produkt- und Leistungsportfolio des Unternehmens umfasst ganzheitliche Lösungen für Elektrik, Automatisierung und Umwelttechnik und deckt alle Schritte der Wertschöpfungskette in der Eisen- und Stahlproduktion vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt ab sowie modernste Walzwerkslösungen für NE-Metalle. Primetals Technologies ist ein Joint Venture von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und Siemens. Das bei MHI konsolidierte Unternehmen Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery (MHMM) mit Beteiligungen von Hitachi, Ltd. und der IHI Corporation hält 51 % der Anteile und Siemens 49 % der Anteile an dem Joint Venture. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 9.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen sind im Internet verfügbar unter www.primetals.com.